Einmal im Jahr miste ich meinen Kleiderschrank aus. Alle Klamotten, die ich irgendwann einmal gekauft habe, aber eh nicht öfter als einmal angezogen habe, kommen in die rote Tasche. Dann rufe ich meine Freundinnen an und lade sie ein. Jede bringt ebenfalls Klamotten und Kram mit, den frau nicht mehr braucht und dann beginnt ein fröhliches Getausche. Am Ende sind wir alle reicher, ohne einen Cent ausgegeben zu haben.
Dieser Ideologie hat sich wohl auch das Internetportal www.alles-und-umsonst.de verschrieben. Auf ihrer Internetseite kann man genau das machen, was ich alljährlich mit meinen Freundinnen veranstalte: Dinge verschenken und selbst beschenkt werden. Denn “verschenken macht Spaß” ist das Credo von www.alles-und-umsonst.de. Und dass das wahr ist wissen wir ja alle.
Verschenken und schenken lassen statt wegschmeißen schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Jeden Tag kaufen und kaufen wir immer mehr Sachen ein, viele davon, um sie niemals wirklich zu benutzen, weil wir sie gar nicht wirklich brauchen.
www.alles-und-umsonst.de ist ein kleines Projekt mit momentan drei Mitarbeiter_innen. Die Homepage ist einfach, aber liebvoll und bedienungsfreundlich gestaltet. Man kann sowohl ein Gesuch aufgeben, als auch in Ruhe in den Angeboten stöbern und schauen, ob etwas für eine/n dabei ist. Dabei gliedert sich das Angebot in Bundesländern, so dass man bequem zunächst einmal in der eigenen Umgebung schauen kann. Von Hausrat über Bücher, CD’s, Elektronik und Kindersachen ist für alle etwas dabei. So finden sich in der Kategorie “Dies und Das” beispielsweise heute zwei Karten für das Musical “Cabaret” in der Bar jeder Vernunft in Berlin.
Deswegen: Nicht mehr weiterlesen, sondern zugreifen und genießen. Denn man braucht im Leben gar nicht soviel Geld, wie man denkt!
Gestern, am 14. März 2008, war VerbraucherInnentag. Damit feiert der VerbraucherInnentag seinen 15. Geburtstag. Der erste WeltverbraucherInnentag wurde im Jahre 1983 begangen. Seitdem ist der WeltverbraucherInnentag ein wichtiges Instrument zur Mobilisierung der weltweiten konsumierenden BürgerInnen geworden. An diesem Tag finden weltweite Aktionen statt, die das Thema Verbrauch und VerbraucherInnenschutz in den Mittelpunkt stellen.
Der WeltverbraucherInnentag basiert auf vier Grundrechten der VerbraucherInnen, die erstmals vom ehemaligen US-Präsident John F. Kennedy formuliert wurden: Recht auf Sicherheit, Recht auf Information, Recht auf Entscheidung und das Recht angehört zu werden. Diesen vier von Kennedy initiierten Rechte, wurden im Laufe der Zeit von den VerbraucherInneninitiativen weitere vier Rechte hinzugefügt: Recht auf die Befriedigung der Grundbedürfnisse, Recht auf Entschädigung, Recht auf Bildung und das Recht auf eine unbelastete Umwelt. Zusammen ergeben diese Rechte die philosophische und ideologische Basis, mit der VerbraucherInneninitiativen arbeiten.
Nachdem 1983 der erste WeltverbraucherInnentag begangen wurde, adaptierte auch die UNO 1985 die von den VerbraucherInnen formulierten Rechte in ihre Charta. Dadurch bekam der Verbraucherschutz nicht nur eine wirkliche Legitimität, sondern auch eine weltweite Rechtsgültigkeit. In den USA lautete das Motto zum diesjährigen WeltverbaucherInnentag: „Junk Food Generation. Consumer Rights Campaign to Stopp the marketing of unhelathy food to children.”
Jeder WeltverbraucherInnentag steht unter einem anderen Motto. In der Bundesrepublik lautete das diesjährige Motto “Strom sparen. Konto und Klima schonen”. Die dazu stattgefundenen Aktionen findet man auf den jeweiligen Webseiten der Landesverbraucherzentralen.
Ich gebe zu, ich bin eine Schnäppchenjägerin. Ja, ich bin eine von denen, die sich über die Werbeprospekte freut, und dann tatsächlich losläuft und den 5kg-Sack Kartoffeln kauft, den es bei Aldi im Angebot gibt. Überhaupt bin ich eine Preisevergleicherin, die sich einen Sport daraus macht, dieselbe Ware für das wenigste Geld zu bekommen. Meine Mutter und meine Großmutter waren auch schon so. Mir macht es halt Spaß Geld zu sparen.
Natürlich hat der “Spaß” auch bei mir einen offensichtlichen Grund, den man galant mit dem Aphorismus “Ich bin nicht Rockefeller” umschreiben könnte.
Neuerdings frage ich mich, was wohl aus meinem Sparflammentick werden würde, wenn das Grundeinkommen käme. Die Idee des Grundeinkommens basiert darauf, dass jeder Bundesbürger vom Greis bis hinunter zum Baby jeden Monat sein Leben lang ein Bürgergeld gezahlt bekommt, unabhängig vom Einkommen. Selbstverständlich würden dann alle weiteren Transferzahlungen, wie Wohngeld, Kindergeld, Elterngeld und Hartz4, wegfallen.
Zu den tapfersten Verteidigern des Grundeinkommens gehört “dm”-Drogeriemarktleiter und -begründer Götz Werner. Er plädiert für eine Steuerreform, die es jedem Bundesbürger ermöglichen würde pro Monat bis zu 1200 zu erhalten. Unattraktive Arbeit, die dann möglicherweise keiner mehr verrichten möchte, könne man, so Werner, mit besonders hohen Löhnen ausgleichen. Eine allgemeines Abnehmen von Arbeitskräften kann Werner sich nicht vorstellen. “Den Menschen Faulheit zu unterstellen ist unfair, die meisten Menschen wollen arbeiten. Denn Arbeit vermittelt das Bewusstsein, anerkannt zu werden im sozialen Netzwerk“, sagte er kürzlich in einem SPIEGEL-Interview.
Die Vorstellung monatlich 1200 Euro aufs Konto überwiesen zu bekommen, ist zugegebenermaßen verlockend. Auch ich würde arbeiten wollen, müsste aber dann auch nicht mehr so auf Portemonnaie schauen. Doch kann ich mir gar nicht vorstellen, dass mein Spartick dann verschwindet. Nun, sollte das Grundeinkommen einmal kommen, werde ich den Leser davon unterrichten, ob ich immer noch Schnäppchen jage. Denn die wird’s –mit oder ohne Grundeinkommen- immer geben!
Es regnet, es friert! Wenn einem trotzdem die Decke auf den Kopf fällt, dann ist ein Besuch
im Kino oder im Museum bei diesem Wetter immer noch das Beste. Ist aber Ende des Monats oder auch Mitte des Monats, oder wann auch immer – sprich- ist man knapp bei Kasse, dann sollte man sich für das Letztere, den Museumsbesuch entscheiden.
In vielen Städten und Kommunen gibt es nämlich Museen, die keinen Eintritt verlangen. Das hat vor allem damit zu tun, dass einige Museen vollständig über die Kommunen finanziert werden und deswegen auch für die Besucher_innen gratis sind.
Würde man in Norwegen oder einem anderen skandinavischen Land leben, dann müsste man fürs Museum gar nicht mehr bezahlen. Da wir aber in der Bundesrepublik sind, ist das nicht ganz so einfach. Allerdings gibt es in vielen Städten einen “Museumstag”, an dem der Eintritt ganztägig oder zumindest stundenweise frei ist.
In Berlin beispielsweise sind alle staatlichen Museen, wie die Neue Nationalgalerie, das Pergamon-Museum oder das Museum für Kommunikation, an jedem Donnerstag die letzten vier Stunden vor Schließung für alle Besucher kostenlos. In München trifft dasselbe für den gesamten Sonntag zu. Da dürfen in Müchen alle umsonst ins Museum dürfen.
Jedes Bundesland und jede Kommune hat im Kultur- und Erziehungsbereich eigene Gesetze, deswegen sind die Regelungen recht unterschiedlich. Trotzdem sollte man sich in seiner Heimatstadt einfach mal erkundigen, ob es einen Tag gibt an dem die Museen kostenlos sind.
Sollte dies nicht der Fall sein, dann kann man dies – ganz nach dem Münchener und Berliner Beispiel- auch einfach anregen. Museen und das was darin ausgestellt wird ist in den meisten Fällen Kulturgut des Landes und von Steuergeldern finanziert. Also, ran!
Du hast einen Job, aber die Wohnung ist teuer und es reicht trotzdem nie so richtig? Eigentlich kein Problem. Denn jede/r Bundesbürger hat erst einmal Anspruch auf Wohngeld. Wer vor ein wenig Papierkram nicht zurückscheut, der kann beim Wohngeldamt seiner Heimatstadt Wohngeld beantragen und sich die Miete bis zu 200 € monatlich bezuschussen lassen. Das Wohngeld wird als Wohn- und Lastenzuschuss geleistet und wird von Bund und Ländern jeweils zur Hälfte finanziert.
Das Wohngeld ist seit den “Hartz4″-Gesetzen für Sozialhilfeempfänger oder “Hartz4″-Empfänger ungerechterweise restlos gestrichen worden. Doch Studierende beispielsweise können Wohngeld beantragen, soweit sie keinen Anspruch auf Bafög haben. Ob man Wohngeld bekommt oder nicht, hängt von mehreren Faktoren ab: Der Höhe des Einkommens, der Zahl der zum Haushalt zählenden Familienmitglieder und nicht zuletzt von der Höhe der Miete. Weist man die Voraussetzungen jedoch nach, steht dem Wohngeld nichts mehr im Wege. Das Wohngeld wird in den meisten Fällen für mindestens 12 Monate bewilligt, danach muss man einen neuen Antrag stellen.
Einen online-Rechner, der kalkuliert, ob man Anspruch auf Wohngeld hat, findet man zumeist auf den entsprechenden Internetseiten der Bürgerämter. Für Berlin kann man sich seinen möglichen Anspruch auf Wohngeld hier ausrechnen lassen. Wenn man keine Festanstellung hat (Künstler, Freie Journalisten, Autoren u.a.) und deswegen das monatliche Einkommen nicht genau bestimmen kann, geht man am besten mit dem ausgefüllten Wohngeldantrag zum Wohngeldamt und erklärt die Situation. Auch dann sollte man seinen Anspruch unbedingt gültig machen, die Sachbearbeiter können – auch wenn es etwas komplizierter ist- ein ungefähres Monatseinkommen berechnen.
Im Jahre 2007 gaben Bund und Länder insgesamt 1,16 Milliarden Euro für Wohngeld aus. Dies entspricht einem durchschnittlichen Wohngeldbetrag von 91 Euro pro Haushalt. Auch Haus- und Wohnungseigentümer können ihr Recht auf Wohngeld geltend machen. Also: Ran an den Speck und es sich zu Hause gemütlich machen!
Die Rabattschlacht hat seit der Mehrwertsteuererhöhung vor allem im Automotivebereich begonnen. Autohersteller kämpfen seitdem mit den verrücktesten Rabattaktionen gegen die Verkaufsflaute.
Um der Verkaufskrise zu entgehen, zahlte Fiat 1000 Euro für alle möglichen Vehikel beim Neuwagenkauf, Renault erschuf die ,,Rackerwochen” : Je mehr Kinder der Käufer vorzuweisen hat, desto mehr Rabatt erhält er auf das jeweilige Produkt.
Die verrückteste Rabattaktion die ich je gehört habe, ist das ,,Froschhopping” von Autohersteller Chevrolet. Die Werbekampagne lässt den Kunden aus der Hocke in die Luft springen, erreicht er eine Höhe von 2,20 Metern erhält er bis zu 20% Rabatt auf die Modelle Lacetti, Nubira, Rezzo und Epica. Da stellt sich natürlich die Frage wie weit man bei so einer Aktion gehen kann. Wo ist der Punkt, an dem sich der Kunde veralbert fühlt erreicht? ,,Man darf ruhig schon mal etwas Verrücktes tun, außerdem ist es ja freiwillig, an der Aktion teil zu nehmen. Die Entscheidung wird dem Kunden überlassen, das ,,Froschhopping kommt sehr gut an!”, sagte Volker Nickel. Und er muss es wissen, schließlich ist er der Sprecher des Zentralverbands der Deutschen Werbewirtschaft.